Mit dem vorliegenden Parkraum-Konzept der Planungsgruppe Nord haben wir eine Bestandsaufnahme erhalten, auf deren Basis wir weiterarbeiten müssen.

Aus Sicht der CDU-Fraktion wie auch des Einzelhandels durch Herrn Schmiederer hat sich nicht viel Positives ergeben. Vielmehr verringern sich die öffentlichen Parkplätze um 24 Stück. Ursprünglich gefordert wurde,
50 zusätzliche Parkplätze zu schaffen. Nun haben wir gerade das Gegenteil
erreicht. Auch die Umwandlung von 58 öffentlichen Parkplätzen in reine
Anwohnerparkplätze sieht das Parkraumkonzept vor. So haben wir uns das
überhaupt nicht vorgestellt. Es ist geradezu eine Verschlechterung für
die parkraumsuchenden Besucher der Innenstadt. Das bedeutet, die Erreichbarkeit der Läden wird dadurch weiter eingeschränkt.

Die CDU-Fraktion wehrt sich dagegen, die Autofahrer weiter aus der Stadt zu drängen. Was das Parken in der Innenstadt angeht, sollten wir alles tun,
um den Einzelhandel zu unterstützen, der ist auf ein gutes Parkplatzangebot angewiesen. Zu 68 % werden die Einkäufe immer noch mit dem PKW durchgeführt.

Nach dem Konzept sollen bisher unbewirtschaftete Parkplätze künftig
mit Gebühren belegt werden oder nur den Anwohnern vorbehalten bleiben.
Dies wird dazu führen, dass weitere Kurzzeitparkplätze entfallen. Noch mehr Bürger werden die Innenstadt meiden und die Unzufriedenheit der Bevölkerung wird weiter wachsen. Dies zeigt die Befragung sehr deutlich,
die Benotungen sind ja nicht einmal befriedigend.
Für die Berufspendler, die täglich mit dem Auto oder der Bahn nach Lahr kommen, um hier ihr Geld zu verdienen, haben erhebliche Mühe, einen kostenlose Langzeitparkplatz zu finden. Aus dem Gutachten des Herrn Schmitz ist dazu zu erfahren, dass die Berufspendler künftig sogar noch schlechter gestellt sein werden. Fehlende Langzeitparkplätze in der Innenstadt wie auch im Bahnhofsumfeld bewirken eine Blechlawine im Straßenraum der Wohngebiete. Dadurch leidet dort die Wohnqualität und die private Immobilie verliert an Wert. Hier muss ebenfalls Abhilfe geschaffen werden. Das Problem der Langzeitparkplätze hat die CDU-Faktion schon seit Jahren thematisiert.

Seit der Inbetriebnahme des neuen Kinos am Urteilsplatz gibt es verlängerte Öffnungszeiten und den Kulturtarif für die Kinobesucher. Wenn das Kino gut besucht ist, was wir alle wünschen, werden die Parkplätze in der Tiefgarage Alleestraße nicht ausreichen. Besser wäre gewesen, auch die Marktplatztiefgarage mit dem Kulturtarif auszustatten. Denn wenn die Alleestraßengarage voll ist, beginnt doch der Park-Such-Verkehr mitten in der Stadt und das bei vielen Kinobesuchern unter Zeitdruck.

Mit der abendlichen Öffnung der Tiefgaragen verspricht sich die CDU-Fraktion eine Belebung der Innenstadt. Aber es wäre besser, mit dem Kulturtarif schon um 18.00 Uhr zu beginnen, damit nicht nur der Kinobetreiber sondern auch der Einzelhandel davon profitieren könnte.

Die Baumängel in den Tiefgaragen sind für viele Mitbürger verständliche Gründe, die Parkhäuser zu meiden. Zu geringe Rampenbreiten und Kurvenradien, das sind Ausschlusskriterien für zahlreiche  Benutzergruppen.
Hier muss auf Kosten von Parkplätzen nicht nur die Zu- und Abfahrt optimiert werden. Die Parkplatzbreiten sind ebenfalls zu gering gemessen.
"Qualität vor Quantität" ist die Kernaussage des Parkraumkonzeptes. Das bedeutet, dass wir eine wesentliche Verbesserung der derzeitigen
Situation erreichen müssen. Die angedachte Parkpalette in der Turmstraße
könnte dazu beitragen. Das Parkraumkonzept kann also nicht befriedigen.
Eine attraktive, kundenfreundliche Innenstadt ist auf ein gutes Parkplatzangebot angewiesen.

Städte wie Balingen, Bad Krozingen, Müllheim und viele andere lassen ihre Bürger mit der Parkscheibe kostenlos in ihren Innenstädten parken. Geringe  Leerstände sind die Folge. Bei uns in Lahr ist unbedingter Handlungsbedarf angesagt. Die Defizite sind erkannt. Daran muss in der Zukunft gearbeitet werden. Die CDU-Fraktion ist gerne bereit, bei der weiteren Optimierung der Parkraumsituation in unserer Stadt mitzuwirken.

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